Ein exklusiver Plattenvertrag für Mönche erschütterte die Pop-Industrie. Die singenden Zisterzienser vom Stift Heiligenkreuz schafften es sogar ganz nach oben in die Verkaufscharts. Dann gab es auch noch einen Auftritt zweier Beteiligter an diesem Erfolg bei Thomas Gottschalk. Aus den unglaublichen Verkaufsziffern wurde die Frage abgeleitet, ob denn die Menschen weit spiritueller sind als gemeinhin angenommen oder aber durch die Gesänge der Mönche die spirituelle Ader in Menschen erweckt werden? Tatsächlich ist es vielleicht doch nur so, dass das Marketing besonders gute Arbeit geleistet hat, und aus diesem Grunde eine kleine Euphorie rund um das Chant-Album entstand…
Singende Mönche müssen keine spirituellen Geister erwecken. Vielleicht fühlen sich religiöse Menschen, Atheisten und Agnostiker gleichermaßen von der Schönheit des Gesangs angezogen, der die Seele beruhigt, und dem Geheimnis des Lebens auf der Spur ist. Eine Sehnsucht nach Spiritualität werden nur die wenigsten Menschen abstreiten können. Spiritualität führt über den Menschen und seine Alltagsprobleme hinaus. Spiritualität ist innere Zugewandtheit zu den nicht erklärbaren Phänomenen, die Schöpfung und lebendige Wesen ermöglichte. Spirituelle Menschen sind längst aus sich selbst heraus gelangt, und bereit, inneres Wachstum zu forcieren, der nicht von Selbsterkenntnis und Selbstzufriedenheit abhängt. Das Leben ist mehr als Selbstbespiegelung und künstliches Wirtschaftswachstum. Die singenden Mönche eröffnen den Zuhörern einen Zugang zu inneren Wachstumsmöglichkeiten abseits übermäßig beschrittener Pfade. Eine Tür mag geöffnet werden, doch den Weg beschreiten müssen die Menschen selbst.
Musik kann Herzen öffnen, Musik kann tiefe Verbundenheit mit dem Leben und der Schöpfung offenbaren und signalisieren. Musik kann mehr als jede andere Kunst innere Blockaden lösen. Es müssen keineswegs singende Mönche sein. Seit zwei Jahren, als ich die Band zum ersten Mal live miterlebt habe, bin ich essenziell mit der Musik von „Klee“ verbunden. Die Leadsängerin schreibt fast alle Texte selbst, und ist für die Kompositionen verantwortlich. Texte und Kompositionen passen fast schon gespenstisch kongenial zueinander. Das äußerte sich schon im ersten Album mit dem Titelsong „Unverwundbar“.
Unglaublich, ja zum Teil überwältigend sind die Songs des zweiten Albums „jelängerjelieber“. Die innere Anteilnahme an den meisten Songs haut mich fast vom Hocker. Ich denke, dass jeder Mensch auf bestimmte Musik besonders sensibel reagiert. Warum es bei mir „Klee“ ist, warum bei – scheinbar – so vielen Menschen die Zisterzienser Mönche ist eines von vielen Rätseln, die einer Auflösung harren.
Jesus vermochte es, Menschen – mal metaphorisch ausgedrückt – mit ihrer inneren Musik in Verbindung zu bringen. Jeder Mensch kann seine eigene Saite in sich erklingen lassen, die ihn durchs Leben und immer tiefer ins Sein trägt. Die vollkommenste Harmonie, die der Mensch in sich erklingen lassen kann, lässt ihn mit Gott verwachsen. Jesus war tief mit Gott verbunden, und erhob die Beziehung des Menschen zu Gott zum wichtigsten Gut. Kein Gut, dass auf einer materiellen Basis beruht. Entweder Gott oder der Mammon. * Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten. Wenn der Mensch in den meisten Fällen den Mammon wählt, führt dies zu den schrecklichen Verhältnissen, wie sie nunmehr auf der Erde existieren. Hungernde, frierende Menschen. Vernichtung von Kulturen, Tierarten, Pflanzenarten. Ausbeutung und Entwürdigung von Menschen. Jesus war sich dessen bewusst, dass jeder Mensch die Wahl hat. Es liegt an jedem Einzelnen, die Konsequenzen seiner Entscheidung zu bedenken, und im Fall des Falles vielleicht zu einer anderen Wahl zu gelangen.
* „Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
– Mt 6,24
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Samstag, 20. Dezember 2008
Sonntag, 7. Dezember 2008
Gedanken zum zweiten Advent
Die Weihnachtszeit bringt viele Menschen einander wieder näher. Leider oft nur im Zusammenhang zur Auswahl der Weihnachtsgeschenke. Und es ist nicht selten ein Spießrutenlauf, wenn es darum geht, das „passende“ Geschenk zu finden…
Dabei kann es doch nicht so schwer sein, auf persönliche Vorlieben der anderen Menschen zu reagieren, und dahingehend Ideen umzusetzen. Es geht nicht darum, immens viel Geld für diverse Geschenke auszugeben. Zwar mag es Menschen geben, die sich teure Geschenke erwarten, aber ist das – um mal etwas tiefsinnig zu werden – im Sinne des „Erfinders“?
Jesus wurde schon am Tage seiner Geburt von drei Menschen besucht, die ihm Geschenke brachten. Diese Gaben waren symbolischer Natur. Es spielt keine Rolle, ob sie tatsächlich übergeben wurden oder nicht. Tatsache ist, dass jeder Mensch ein Geschenk für andere Menschen sein kann. Wer liebt, der verschenkt sich. Und wer Gott vertraut, der hat keine Angst davor, dass er nicht angenommen ist. Am Weihnachtsabend kommt es dann zu Reibereien, wenn der eigentliche Sinn des Weihnachtsfestes nicht begriffen wird, und abseits von der essenziellen Bedeutung, welche die Geburt Jesu für gläubige Menschen darstellt, nur nach der „Verwertung“ des Abends als Familienfest oder Geschenkorgie getrachtet wird.
Auf die Welt kam ein Mensch, der zu einer Persönlichkeit heranwuchs. In jedem Menschen stecken Gaben, die er nach innen und außen projizieren kann. Diese Gaben sind es auch, die ihn seinen Mitmenschen näher bringen kann. Werden diese Gaben versteckt oder war es ihm nie vergönnt, diese Gaben auszuleben, weil er das falsche Leben gelebt hat, dann wird es schwierig. Eine Persönlichkeit hat erkannt, was in ihr steckt. Sie hat verstanden, worum es im Leben geht. Sie hat aufgehört, nach Antworten auf langweilige Fragen zu suchen, die nur oberflächliche Lebensstrukturen betreffen. Jesus wuchs heran, und war schon in jungen Jahren bereit, seine Persönlichkeit in die Waagschale zu werfen. Er hat keinen „Kampf“ verloren, weil er denunziert und seinen „Feinden“ ausgeliefert wurde. Nein, er verstand sich als Sohn Gottes, der dazu berufen ist, den Menschen inneren Frieden zu bringen, und auf die Tatsache hinzuweisen, dass der Mensch tief mit Gott verwachsen ist.
Es gibt nichts Schlimmeres als die Selbsterhöhung. Jeder Mensch, der nur darauf bedacht ist, sich selbst zu erhöhen, und dabei auf die anderen Menschen, und auf die Schöpfung generell „vergisst“, sorgt dafür, dass die Verhältnisse auf dieser Welt so sind, wie sie sind. Jesus macht bewusst, dass kein Mensch sich selbst vergötzen darf. Als Ersatzmittel der Vergötzung dient oft auch das Geld, von dem alles abzuhängen scheint. Dabei ginge es für die Menschen nur darum, die eigene Persönlichkeit in die Waagschale zu werfen, ohne an irgendeinen Nutzen für das Ego – egal ob in Form von Erfolg, Karriere, Geld oder materiellen Gütern – zu denken. Der Mensch kann an seinen Aufgaben nur dann wachsen, wenn er sich selbst nicht als einzigen Nutznießer definiert. Das Leben von Jesus macht auf wunderbare Weise verständlich, was Hingabe an Gott und der Einsatz persönlicher Gaben zugunsten anderer Menschen bewirken kann.
Weihnachten kann neue Persönlichkeiten in die Welt setzen, weil Menschen damit aufhören, sich selbst zu erhöhen, und somit nicht mehr andere Menschen und die ganze Schöpfung erniedrigen.
Dabei kann es doch nicht so schwer sein, auf persönliche Vorlieben der anderen Menschen zu reagieren, und dahingehend Ideen umzusetzen. Es geht nicht darum, immens viel Geld für diverse Geschenke auszugeben. Zwar mag es Menschen geben, die sich teure Geschenke erwarten, aber ist das – um mal etwas tiefsinnig zu werden – im Sinne des „Erfinders“?
Jesus wurde schon am Tage seiner Geburt von drei Menschen besucht, die ihm Geschenke brachten. Diese Gaben waren symbolischer Natur. Es spielt keine Rolle, ob sie tatsächlich übergeben wurden oder nicht. Tatsache ist, dass jeder Mensch ein Geschenk für andere Menschen sein kann. Wer liebt, der verschenkt sich. Und wer Gott vertraut, der hat keine Angst davor, dass er nicht angenommen ist. Am Weihnachtsabend kommt es dann zu Reibereien, wenn der eigentliche Sinn des Weihnachtsfestes nicht begriffen wird, und abseits von der essenziellen Bedeutung, welche die Geburt Jesu für gläubige Menschen darstellt, nur nach der „Verwertung“ des Abends als Familienfest oder Geschenkorgie getrachtet wird.
Auf die Welt kam ein Mensch, der zu einer Persönlichkeit heranwuchs. In jedem Menschen stecken Gaben, die er nach innen und außen projizieren kann. Diese Gaben sind es auch, die ihn seinen Mitmenschen näher bringen kann. Werden diese Gaben versteckt oder war es ihm nie vergönnt, diese Gaben auszuleben, weil er das falsche Leben gelebt hat, dann wird es schwierig. Eine Persönlichkeit hat erkannt, was in ihr steckt. Sie hat verstanden, worum es im Leben geht. Sie hat aufgehört, nach Antworten auf langweilige Fragen zu suchen, die nur oberflächliche Lebensstrukturen betreffen. Jesus wuchs heran, und war schon in jungen Jahren bereit, seine Persönlichkeit in die Waagschale zu werfen. Er hat keinen „Kampf“ verloren, weil er denunziert und seinen „Feinden“ ausgeliefert wurde. Nein, er verstand sich als Sohn Gottes, der dazu berufen ist, den Menschen inneren Frieden zu bringen, und auf die Tatsache hinzuweisen, dass der Mensch tief mit Gott verwachsen ist.
Es gibt nichts Schlimmeres als die Selbsterhöhung. Jeder Mensch, der nur darauf bedacht ist, sich selbst zu erhöhen, und dabei auf die anderen Menschen, und auf die Schöpfung generell „vergisst“, sorgt dafür, dass die Verhältnisse auf dieser Welt so sind, wie sie sind. Jesus macht bewusst, dass kein Mensch sich selbst vergötzen darf. Als Ersatzmittel der Vergötzung dient oft auch das Geld, von dem alles abzuhängen scheint. Dabei ginge es für die Menschen nur darum, die eigene Persönlichkeit in die Waagschale zu werfen, ohne an irgendeinen Nutzen für das Ego – egal ob in Form von Erfolg, Karriere, Geld oder materiellen Gütern – zu denken. Der Mensch kann an seinen Aufgaben nur dann wachsen, wenn er sich selbst nicht als einzigen Nutznießer definiert. Das Leben von Jesus macht auf wunderbare Weise verständlich, was Hingabe an Gott und der Einsatz persönlicher Gaben zugunsten anderer Menschen bewirken kann.
Weihnachten kann neue Persönlichkeiten in die Welt setzen, weil Menschen damit aufhören, sich selbst zu erhöhen, und somit nicht mehr andere Menschen und die ganze Schöpfung erniedrigen.
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Samstag, 22. Dezember 2007
Gedanken zum vierten Advent
Einer meiner Lieblingsfilme ist Before sunrise, der in Wien spielt, und der einen jungen Amerikaner (Ethan Hawke) und eine junge Französin (July Delpy) durch die Stadt flanieren lässt. Abgesehen von der touristischen Attraktivität sind es die ungewöhnlichen Gespräche zwischen den beiden von den Schauspielern verkörperten Protagonisten, welche diesen Film auszeichnen.
Im Zuge eines Gespräches erzählt der junge Mann von einem Freund, der vor kurzem Vater wurde. Freilich war er glücklich über die Geburt seines Kindes, doch gleichzeitig war ihm bewusst, dass mit der Geburt dieses kleinen Menschen auch dessen Tod vorprogrammiert ist. Leben und Tod gehören zusammen wie zwei Geschwister, die sich schneller oder langsamer aneinander annähern. Manche Menschen sterben sehr schnell nach oder sogar vor der Geburt, andere werden über 100 Jahre alt. Diese scheinbare Ungerechtigkeit kann nur dadurch relativiert werden, indem die (Erden)präsenz nur als Vorahnung einer höheren Dimension das Bewusstsein durchflutet. Die kleinen Kinder sind noch ganz nahe bei Gott, wie es Sinead O´ Connor in einem ihrer besten Lieder (All babies are born) beschreibt. Im Laufe der Jahre kann dieser Bezug völlig verloren gehen.
An Weihnachten feiert die Christenheit die Geburt von Jesus von Nazareth, dessen Todesumstände uns überliefert wurden. Was diesem Menschen im Laufe seines Lebens widerfuhr, können wir nur schwer nachvollziehen. Darum soll es jetzt auch gar nicht gehen. Denn wir vermögen es leicht, uns vorzustellen, wie es Maria und Josef erging, als sie auf der Suche nach einer Herberge waren. Ihnen war kalt, und sie hatten schließlich das Glück, einen kleinen Stall beziehen zu dürfen, in dem ihnen ihr Sohn geboren wurde. Den Rest der Geschichte kennen wir. Doch diese Besonderheit einer Geburt in einem kleinen Stall erinnert an die Gefahr, die das Leben von Anfang an mit sich bringt. Jesus hatte die schlechtesten Voraussetzungen, um auch nur ein paar Jahre zu überleben, wovon später in der Bibel die Rede ist. Bis ihn der göttliche Funke wieder streifte, mögen ein paar Jahre vergangen sein. Doch die Bewusstheit der Verbindung zu Gott ist bei ihm von Anfang an vorhanden wie bei jedem anderen Menschenkind. Es ist nicht wesentlich, ob Jesus mit Gott gleichgesetzt wird oder nicht. Es ist nicht wesentlich, ob an die Trinitätslehre dogmatisch geglaubt wird oder nicht. Es ist aber wesentlich, dass jeder Mensch bei seiner Geburt so nahe bei Gott war wie es bei Jesu Geburt der Fall war.
Jesus ging später auf Spurensuche, und er näherte sich wieder Gott an. Er verstärkte seine Beziehung, und wurde schließlich zu einem Menschen, der seinen Mitmenschen von dieser oft verschütteten Beziehung zu Gott erzählte. Die geweihte Nacht ist eine Begebenheit, die den Menschen mit Gott verbindet. Die Sterblichkeit ist jedem Geschöpf gegeben, und die Lebensuhr beginnt mit der Geburt abzulaufen. Das Entscheidende ist, was wir mit diesem Leben machen, und welche Bedeutung wir dem Leben beimessen. Gerade Weihnachten ist dazu angetan, über diese wichtigen Fragen nachzudenken. Das Leben mag mehr sein als ein bloßes Glückspiel der unterschiedlichsten Voraussetzungen. Davon erzählt auf wunderbare Weise die Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium, die sehr gerne am Weihnachtsabend nicht nur in den Mitternachtsmetten vorgelesen wird.
Im Zuge eines Gespräches erzählt der junge Mann von einem Freund, der vor kurzem Vater wurde. Freilich war er glücklich über die Geburt seines Kindes, doch gleichzeitig war ihm bewusst, dass mit der Geburt dieses kleinen Menschen auch dessen Tod vorprogrammiert ist. Leben und Tod gehören zusammen wie zwei Geschwister, die sich schneller oder langsamer aneinander annähern. Manche Menschen sterben sehr schnell nach oder sogar vor der Geburt, andere werden über 100 Jahre alt. Diese scheinbare Ungerechtigkeit kann nur dadurch relativiert werden, indem die (Erden)präsenz nur als Vorahnung einer höheren Dimension das Bewusstsein durchflutet. Die kleinen Kinder sind noch ganz nahe bei Gott, wie es Sinead O´ Connor in einem ihrer besten Lieder (All babies are born) beschreibt. Im Laufe der Jahre kann dieser Bezug völlig verloren gehen.
An Weihnachten feiert die Christenheit die Geburt von Jesus von Nazareth, dessen Todesumstände uns überliefert wurden. Was diesem Menschen im Laufe seines Lebens widerfuhr, können wir nur schwer nachvollziehen. Darum soll es jetzt auch gar nicht gehen. Denn wir vermögen es leicht, uns vorzustellen, wie es Maria und Josef erging, als sie auf der Suche nach einer Herberge waren. Ihnen war kalt, und sie hatten schließlich das Glück, einen kleinen Stall beziehen zu dürfen, in dem ihnen ihr Sohn geboren wurde. Den Rest der Geschichte kennen wir. Doch diese Besonderheit einer Geburt in einem kleinen Stall erinnert an die Gefahr, die das Leben von Anfang an mit sich bringt. Jesus hatte die schlechtesten Voraussetzungen, um auch nur ein paar Jahre zu überleben, wovon später in der Bibel die Rede ist. Bis ihn der göttliche Funke wieder streifte, mögen ein paar Jahre vergangen sein. Doch die Bewusstheit der Verbindung zu Gott ist bei ihm von Anfang an vorhanden wie bei jedem anderen Menschenkind. Es ist nicht wesentlich, ob Jesus mit Gott gleichgesetzt wird oder nicht. Es ist nicht wesentlich, ob an die Trinitätslehre dogmatisch geglaubt wird oder nicht. Es ist aber wesentlich, dass jeder Mensch bei seiner Geburt so nahe bei Gott war wie es bei Jesu Geburt der Fall war.
Jesus ging später auf Spurensuche, und er näherte sich wieder Gott an. Er verstärkte seine Beziehung, und wurde schließlich zu einem Menschen, der seinen Mitmenschen von dieser oft verschütteten Beziehung zu Gott erzählte. Die geweihte Nacht ist eine Begebenheit, die den Menschen mit Gott verbindet. Die Sterblichkeit ist jedem Geschöpf gegeben, und die Lebensuhr beginnt mit der Geburt abzulaufen. Das Entscheidende ist, was wir mit diesem Leben machen, und welche Bedeutung wir dem Leben beimessen. Gerade Weihnachten ist dazu angetan, über diese wichtigen Fragen nachzudenken. Das Leben mag mehr sein als ein bloßes Glückspiel der unterschiedlichsten Voraussetzungen. Davon erzählt auf wunderbare Weise die Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium, die sehr gerne am Weihnachtsabend nicht nur in den Mitternachtsmetten vorgelesen wird.
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